Wohnhaus Uhlandallee 17-19 in Eichwalde

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Wohnhaus Uhlandallee 17-19 in Eichwalde
Wohnhaus Uhlandallee 17-19 in Eichwalde
Wohnhaus Uhlandallee 17-19 in Eichwalde
Fotos: Burkhard Fritz

Das Haus an der Ecke Uhlandallee / Stubenrauchstraße wurde im Jahr 2007 in die Denkmalliste des Landes Brandenburg aufgenommen. Das Gebäude wurde 1927 gebaut und beherbergt seit 1968 die Kindertagesstätte „Haus der kleinen Strolche“. Der Denkmalschutz bezieht sich nur auf das Wohnhaus, ohne die nach dem Krieg erfolgten Anbauten und ohne den heute als Spielplatz genutzten Garten. In der Begründung des Denkmalwertes wird das villenartige Gebäude als Landhaus bezeichnet.

Das Haus ist ein zweigeschossiger Klinkerbau in dunkelroten bis fast schwarzen Farbtönen mit einem leicht überstehenden Walmdach. Die Fassade ist durch gerade geschnittene Fenster unterschiedlichen Formats und durch leichte Hervorhebungen an verschiedenen Fassadenteilen gestaltet. Sie entspricht in ihrer Schlichtheit und Zweckmäßigkeit der Architekturauffassung der 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Der Haupteingang zum Haus von der Straßenfront ist im Kontrast zu der fast schmucklos gestalteten Fassade dekorativ und repräsentativ. Über dem Hauseingang befinden sich ein flaches Pultdach und darüber eine Metalltafel, auf der ein sitzender Löwe dargestellt ist. Leider ist nicht bekannt, ob die Metalltafel und diese Darstellung für den Erbauer eine besondere Bedeutung hatte bzw. worauf sich die Darstellung bezieht.

Zur Haustür, die noch aus der Bauzeit stammt und in expressionistischer Form mit Oberlicht gestaltet ist, führt eine Freitreppe mit massiver Geländerbrüstung. An der nördlichen Seite des Hauses befindet sich ebenfalls eine ausschwingende Freitreppe. Die Veranda und der darüber liegende Balkon waren ursprünglich nicht verglast. Die Brüstung des Balkons ist ebenfalls mit Ziegelstreifen strukturiert. Die Fachleute des Denkmalschutzes sprechen davon, dass „die Synthese des architektonischen Aufbaus der Fassade des Hauses dem Gebäude eine ästhetisch ansprechende zurückhaltende Vornehmheit und repräsentative Solidität verleiht“.

Die Schlichtheit und Funktionalität, die zu den Gestaltungsprinzipien der Bewegung des „Neuen Bauens“ der 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts zählte, setzt sich auch im Inneren des Hauses fort. Die ursprüngliche Raumstruktur, die sich nach der Funktionalität und Zweckmäßigkeit richtete, ist ebenfalls im Wesentlichen erhalten geblieben. Auch einzelne Details der ursprünglichen Ausstattung sind trotz der anderen Nutzungsform des Hauses noch zu sehen.

Wolfgang Flügge, Ortschronist

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