Klosterruine Frauenalb

Karte
Routenplaner
Klosterruine Frauenalb

Fotos: Franziska Brandt

Klosterruine Frauenalb Klosterruine Frauenalb

Das Kloster Frauenalb war ein Freiadelsstift für Töchter aus adeligen Familien. Es wurde um 1180 durch Eberhard III. von Eberstein gestiftet. Die Vogtei gelangte 1341 an die Markgrafen von Baden. In dem danach errichteten gotischen Klosterbau brach 1508 ein Brand aus, der Abtei und Konvent zerstörte. Die Kirche und das Siechenhaus blieben erhalten. Das Kloster bezog Einkünfte aus zahlreichen Dörfern beidseits des Rheins. 1605 verließ die letzte Stiftsfrau das Kloster.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Abtei wieder mit Benediktinerinnen belegt. Nach Abbruch des alten Konventsgebäudes 1696 entstand bis 1704 ein neuer dreistöckiger Bau. 1751 wurde eine neue doppeltürmige Klosterkirche fertiggestellt.

Im Zuge der Säkularisierung wurde das Anwesen Militärlazarett und 1819 an private Eigentümer versteigert. In den Gebäuden richteten sich Fabriken ein, wobei mehrfach Feuer ausbrach. Die Unternehmungen hinterließen die Klosteranlage als ausgebrannte Ruine.

Bereits in den 1930er Jahren wurde mit der Sanierung der Ruine begonnen. 1960 entstand eine "Stiftung Frauenalb", die die Gebäudereste erwarb und erhalten will. Seit 1977 haben das Landratsamt Karlsruhe, das Landesdenkmalamt und das Staatliche Hochbauamt einen Maßnahmenkatalog aufgestellt, um die Sanierung fortzusetzen und die Ruine begehbar zu machen. So wurden seit 1980 die beiden Türme und der barocke Giebel restauriert. Im Jahr 1986 wurde die Sanierung des Kirchenschiffs abgeschlossen.

-

Text hinzufügen · Merken · Seite weitersenden