Dorfkirche Birkholz

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Dorfkirche Birkholz

Fotos: Ulrich Buhrow

Dorfkirche Birkholz

Der neue Kronleuchter konnte 2009 installiert werden.

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Restaurierte Gewölbeansicht

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Zufallsfund beim Öffnen des Turmzuganges 2010 (Tierspuren, um den Teufel zu verwirren).

Dorfkirche Birkholz

Originale Taufschale im nachempfundenen Tauftisch aus antikem Holz. Der Originaltauftisch ist verloren gegangen.

1266: Errichtung des Dachstuhls über dem Chor der Kirche (1998 dendrochronologisch untersucht). Zu dieser Zeit ist Otto IV. (mit dem Pfeil im Kopf) aus dem Hause der Askanier Markgraf von Brandenburg von 1266 bis 1308/09. Vorgänger waren Otto III. und sein Bruder Johann I..

1681: Elionora Freifrau von Pölnitz stiftete 2 Jahre nach dem Tod ihres Mannes die Kanzel für die Dorfkirche Birkholz und verwaltete 21 Jahre allein den Besitz, der ihr auf Lebzeiten vom Ehemann überschrieben worden war. Ihr Vater war Fürst Moritz von Oranien, Graf von Nassau-Dillenburg (* 13. November 1567 in Dillenburg, gestorben 23. April 1625 in Den Haag). Er gab der Insel Mauritius seinen Namen.

1755-1823: Otto Carl Friedrich von Voss gibt den Umbau des Kirchturmes in Auftrag.

1827: Der auf den Fundamenten des alten Kirchturms errichtete neue Kirchturm brannte im gleichen Jahr ab.

1829: Kirchturm neu errichtet und mit Zink eingedeckt. Der Königliche Bau Inspektor Salomo Sachs hatte die Zeichnungen zu dem neuen Turm entworfen und den Bau geleitet. Einer der wenigen Juden im Preußischen Staatsdienst. Er war Unterbaumeister von Karl Friedrich Schinkel. Am Projekt war auch der Industrielle und Kupferschmied Carl Justus Heckmann beteiligt.

1945: Einschusstreffer im Kirchturm.

1964: Brand des Kirchturms durch Blitzschlag.

1972: Protest der Kirchenmitglieder gegen bevorstehende Sprengung des Kirchturms, vom Kirchenkonsistorium abgewiesen. Der Kirchturm wurde am 19.Oktober gesprengt, angrenzendes Schiffsgewölbe und andere Teile der Kirche zerstört oder stark beschädigt. Es fand keine Auslagerung des Inventars statt. Was bis heute Fragen an die Kirchenverantwortlichen aufwirft. Verbleib von Orgel (1712), Empore, Altarbild, Kanzel, Kronleuchter, Kirchenfenster, Tauftisch, Tür der Sakristei, Fußbodenfliesen u.v.a. unbekannt. Turmschriften aus der zerstörten Turmkugel erhalten geblieben.

1990: Beginn der Sicherung und Restaurierung der noch vorhandenen Teile der Kirche.

Text: Ulrich Buhrow

www.förderverein-dorfkirche-birkholz.de

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